Tanzwerkstatt an der SMTT

Gründung und Leitung: Monika Heber-Knobloch

Als die Tanzwerkstatt 1985 an der VHS BB/SIFI gegründet wurde, gab es kaum Tanzangebote in Böblingen und Sindelfingen.
Die Tanzwerkstatt mit ihren abendfüllenden Programmen bot einen Einblick in den zeitgenössischen und in den afrikanischen Tanz.
Die Frauen, die die Werkstatt mit gegründet haben, wollten vorallem eins: Sich mit dem zeitgenössischen Tanz als Kunstform auseinandersetzen, sich mit dem Tanztheater vertraut machen und sich dem Reichtum des traditionellen afrikanischen Tanzes zu widmen.

Die Tanztheaterabende haben immer ein Motto. Zu diesem Motto werden in der gedanklichen und tänzerischen Arbeit Choreografien entwickelt, die unterschiedlichste Aspekte einer Thematik behandeln.

So zum Beispiel im Tanztheater “unter uns“. Hier hat sich das Ensemble mit gruppendynamischen Prozessen auseinandergesetzt.

Anlaß zu “Ansichten“ war ein brutaler Übergriff auf einen Afrikaner. Über Gespräche und Diskussionen näherten sich die Tänzerinnen dem Thema Ausländerfeindlichkeit.
Fehlende Zivilcourage, in der Masse untertauchen, keine Verantwortung übernehmen – oder doch Verantwortung übernehmen? -, die Situation des Opfers wurde Grundlage des Tanztheaters.
Das Stück wurde mehrmals in Stuttgart und Sindelfingen aufgeführt und erhielt den ersten Preis des Tonkünstlerverbandes.

Die Tanzwerkstatt zeigt zunehmend ihre Programme an ungewöhnlichen Orten.
So z.B. zum 60. Jahrestages der Stollenanlagen unter dem Schlossberg in Böblingen und zum Stadtjubiläum 750 Jahre Böblingen, im Rahmen des Projektes „Raum geben III – die Leere Martinskirche“ in Sindelfingen und zuletzt „Dreiklang“ zum 25. Jubiläum der Tanzwerkstatt und zum 50. Jubiläum der Schule für Musik,Theater,Tanz in Sindelfingen. Hier wurde das außergewöhnlich schöne Gebäude zum Tanzort an sich.

Immer schon gab es von seiten Monika Heber-Knoblochs und des Ensembles großes Interesse an anderen Künsten und Künstler/Innen. Die Kommunikation zwischen den Künsten und Künstlern/Innen berührt und bereichert, gibt den immer wieder neuen und doch uralten Themen Aktualität.
Den Ausführenden sowie den Zuhörern und Zuschauern eröffnen sich andere, mögliche Sichtweisen oder Interpretationen einer Musik, eines Themas.

Spannende, ereignisreiche Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern wie Linda und Gerard Krimmel und anderen Künstlerpersönlichkeiten aus dem Großraum Stuttgart/Böblingen in „Lebensadern“ und in früheren Jahren mit Roswitha Spoerel.

Gegenseitig befruchtend und bereichernd seit einigen Jahren ist die Zusammenarbeit mit Carmen Stallbaumer. Bildende Kunst und Tanztheater in der Kooperation ermöglichen dem Betrachter eine erweiterte Sichtweise. Ein Thema unter dem Aspekt der Bildenden Künste zu betrachten gibt den Blick frei für eine neue Auseinandersetzung mit "alten und bekannten" Themen. So in TangoColor und in der getanzten H-Moll Messe.

Mit Musiker/Innen zusammenarbeiten, ihre Interpretation der Werke zu hören, wirft ein anderes, neues, faszinierendes Licht auf das Zusammenspiel von Tanz und Musik.
In der im Moment, in jedem Augenblick entstehenden Kommunikation zwischen diesen zwei Künsten entsteht eine Lebendigkeit, die alte und neue Themen und alte und neue Musik in die Gegenwart transportieren, Themen ihre immer wiederkehrende Aktualität verleihen.

So auch in „H-moll Messe - getanzt“ (Johann Sebastian Bach/ Wolfram Graf).
Kirchenmusikdirektor Matthias Hanke, Sindelfingen, öffnete dem Emsemble einen breit gefächerten Zugang zur H-Moll Messe von Johann Sebastian Bach und den Kompositionen von Wolfram Graf.

Gemeinsame Arbeiten gab es mit Michael Kuhn (Pianist), Gerard Krimmel (Gitarrist), Jogi Nestel (Percussionist) und in "Dreiklang" Musiker/Innen wie Klaus Kreczmarsky und dem Tangoquartett (Piano: Leonid Kontorowski, Akkoredeon: Igor Petrov, Violine: Katja Rohde Paulich, Saxofon: Klaus Kreczmarsky) und viele andere Kolleg/Innen der Schule für Musik,Theater,Tanz.


Chronik der Tanzwerkstatt

Gründung und Leitung: Monika Heber-Knobloch

2013
"Macht und Ohnmacht - Eine Existenz"

Musik von Arvo Pärt und Peteris Vasks

Stiftshof-Orchester und cappella nuova Sindelfingen, Ltg. Matthias Hanke
Tanzwerkstatt der SMTT Sindelfingen, Ltg. Monika Heber-Knobloch
Keramikkunst Linde Wallner, Herrenberg
Lichtdesign: Christian Ländner
Kooperationsprojekt für „Raum geben VI – Die Leere Martinskirche“
Gesamtleitung: KMD Matthias Hanke
5 Aufführungen in der Martinskirche Sindelfingen vom 15.3 – 17.3. 2013

Das Tanztheater "Macht und Ohnmacht – Eine Existenz ".

Trotz vieler Erkenntnisse beherrscht Macht und Ohnmacht in kriegerischen Auseinandersetzungen ebenso wie im Alltag das Leben der Menschen. Die Choreografie versteht sich als Prozess der Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis zwischen dem Einzelnen und der Gruppe. Macht, der Wille zu Gestaltung, warum schlägt er um in Gewalt? Warum können in eng verbundenen Gruppen Anstand und Menschlichkeit einen hohen Wert haben, oder ganz sinken? Was passiert in einem Menschen, der sich unterordnet, geschehen lässt, ohne sich wehren zu können...

Verletzung, Zerbrechlichkeit und Ohnmacht einerseits , aber auch Kraft und Mut andererseits , das erlebt jeder Mensch in unterschiedlichstem Ausmaß. Aber mit, oder trotz diesen Erfahrungen als eigen-verantwortlicher Mensch konstruktive Macht auszuüben, aber auch in bewußter Entscheidung Dinge zuzulassen, ist eine große, nie endende Herausforderung . Das Individuum gegen das Kollektiv und im Kollektiv . Das Einzig-Artige gegen den Gleichschritt.

Leitfaden der Choreografie:

„..wir können wieder zu Bestien werden. Wenn wir Menschen bleiben wollen, müssen wir ins Ungewisse, Unsichere, Unbekannte schreiten.
Und die Vernunft, die uns gegeben ist verwenden, um so gut, wie wir es eben können, für beides zu planen: nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Freiheit ...“ Karl Popper/Philosoph

Die Idee zu diesem Tanztheater entstand nach einer Führung von Kulturamtsleiter Horst Zecha: „ob sie ein hex oder nit...“
17 Frauen wurden im 16. und 17. Jahrhundert in Sindelfingen als Hexen verbrannt. Mehrmals angezeigt und zum Teil unter Folter verhört, lebten diese Frauen in ständiger Angst vor neuen Verleumdungen, weiteren Anzeigen und quälenden Verhören.


Das Ensemble : Dagmar Diederich, Clara Dinkelacker, Barbara Frank, Regine Heldt, Kristina Kraemer, Ines Kreutter, Andrea Legler, Anette Pietsch, Cornelia Seefeldt, Carmen Stallbaumer, Erika Strobel, Nicole Weyandt, Birgit Wolf-Topoglu, Barbara Frank

SZBZ vom 19.3.13/ Bernd Heiden
„Klar, schlüssig und intelligent „...Vielmehr verschiebt die Tanzwerkstatt das Ganze auf eine abstrakte und damit zeitlose Ebene. Nach anfänglichem Rätselraten über mögliche Inhalte wird letztlich klar, schlüssig und intelligent das fragile Verhältnis zwischen Gemeinschaft und Individuum dargestellt. Das kann jederzeit vom Schöpferischen ins Mörderische umschlagen. Dafür hat das Ensemble ein teils ausgezeichnetes Tanzvokabular entwickelt: Etwa geht die Unterstützung Einzelner durchs Ensemble wie in Falltechniken fließend über in ein Herfallen über den Einzelnen und mutiert ebenso blitzschnell wieder zurück in die Hilfsdimension. ..

Ebenso verwischt die Grenze zwischen Kollektiv und Subjekt. Aus dem Ensemble lösen sich Solistinnen, kehren wieder unbeschadet in die Gruppe zurück oder werden zum Opfer. Diese in viele Richtungen offene Entgrenzung, die sich in einem langen Spannungsbogen mit immer mehr Dynamik und Dramatik auflädt, wird selbst begrenzt durch eine seitlich auf einem Podest das Geschehen halb betrachtende, halb ignorierende Tänzerin.

Mit einer kleinen, fast brechtschen Wendung wird die rein theatralische Darstellungsdimension sogar kurzzeitig gesprengt: Die Podesttänzerin nimmt ihren Holzspieß in Anschlag und zielt wie mit einer Flinte in die vor dem Altarraum sitzenden Zuschauer, das Ensemble vollzieht diese performative Volte mit. Hier geht’s überhaupt nicht um einen viele Jahrhunderte zurückliegenden Ausbruch des Irrationalismus, hier geht’s um uns und das Heute...“


Kreiszeitung Böblinger Bote vom 18. März 2013/Wolfgang Teubner
„...Zu diesen drei Stücken in der Mitte hatte die Tanzwerkstatt der SMTT Sindelfingen unter der Leitung von Monika Heber-Knobloch sehr beeindruckende Choreographien entwickelt. Die in langen farbigen Kleidern auftretenden Tänzerinnen zeigten sehr inspirierte Bewegungsabläufe in guter Synchronisation und Eindringlichkeit. Wie immer bei diesem Tanzensemble muss man sich als Zuschauer für die Deutung der Szenen auf eigene Fantasien verlassen, man ist gefordert, mitzudenken. Der Tanz beherrschte jedoch den Raum nachhaltig, die Figuren besaßen ursprüngliche Kraft und passionierte Bewegungen. Da war viel Ernst dabei, positive Begegnungen und abstoßende Ablehnungen, alles verpackt in einer fließenden Plastizität...“

Stuttgarter Zeitung vom 18. März 2013/Gerlinde Wicke-Naber
„...Eindrucksvoll zeichneten die Mitglieder der Tanzwerkstatt dies – unter der Figur des gekreuzigten, ohnmächtigenChristus – nach: die Ausgrenzung, das Ausgeliefertsein, dieEinsamkeit.Ganz ohneWorte kam die Performance aus – allein die Bewegung diente als Ausdrucksmittel. ...Die Performance – eine einzigartigeMischung aus Musik, Gesang, Tanz und bildender Kunst war sicherlich das Highlight der Leeren Martinskirche, die sehr viele Menschen sehen wollten...“



2011
SommerNachtTraum
der Tanzwerkstatt
Es ist Sommer. Es ist Nacht. Ist es ein Traum? - Der malerische Garten der SMTT wird diesmal zur grünen Bühne für die Tanzwerkstatt.
Das kühle Gras, dichte Hecken und Bäume laden Tänzerinnen und Zuschauer zum Entdecken ein. Die Natur gibt Raum und Inspiration für Begegnungen mit sich selbst und anderen. Augenzwinkernd erzählen die Choreografien von Menschen und Büschen, von Schlafwandlern und vom ewigen Kommen und Gehen.Und davon, einmal nachts im feuchten Gras zu liegen..
Mal skurril, mal träumerisch verbinden sich Tanz und Umgebung zu einem blühenden Nachtleben.

Mit dabei das Schauspielduo Tobias Bacherle und Mario Stallbaumer, der theaterspielend „an und für sich“ auch am Piano vorantreibt. Regie führt Carmen Stallbaumer. Das Schauspiel speziell für diesen Abend schrieb Manuel Stallbaumer

Kritikauszug:

„... das moderne Tanztheaterensemble unter Leitung von Monika Heber-Knobloch inszeniert jedes Jahr ein Abendprogramm der besonderen Art.
... die mit ihren elf Frauen eine träumerische Tanzreise zusammengestellt hat..
...verzaubern das Publikum mit Blüten und ihren dynamischen Tanzgestaltungen...“

Kreiszeitung Böblingen

„....Ungemein stimmungsvoll, sehr an den modern-romantischen Pina-Bausch-Stil erinnernd, spielt das anfangs wie ein fein säuberlich geordnetes Leichenfeld in weißen Nachthemden rücklings liegende, mit Blumenblüten bestreute Ensemble diese langsam sich belebende Choreografie durch. Wohin diese gemächliche, von Andrea Legler leicht beschleunigte Erweckung führt .....
„...Den witzigen Kontrapunkt zu diesem ernsten Finale bildete die köstliche Ouvertüre, wo die Natur der Kultur auf die Pelle und diese wiederum der Natur auf den Leib rückt.....“

Heiden/Sindelfinger Zeitung

2011
„Raum geben – die Leere Kirche“

„Weg-Geschichten“

Fotos: Kiki Masanek

„Aufbruch“
Nicole Weyandt : Choreografie und Tanz
Regine Friederichs, Cello : „Images de Menton“, Siegfried Barchert
Ensemble der Tanzwerkstatt der SMTT

„Ausweglos“
Arsenij Lifschiz : Choreografie und Tanz
Mario Stallbaumer: Pianist, Komposition
Ensemble der Tanzwerkstatt der SMTT

„Ins Offene“
Monika Heber-Knobloch: Choreografie und Tanz
Georg Grunenberg, Sänger : Gregorianik, Obertongesang, Klangschalen
Ensemble der Tanzwerkstatt der SMTT


2010 50 Jahre SMTT, 25 Jahre Tanzwerkstatt
Gesamtleitung: M. Heber-Knobloch
Lichtdesign: Thomas Schlüter, Fabian Krause
Tanzwerkstatt,Tanzkollege/IN (Arsenij Lifschiz, Anette Pietsch), Tanzschüler/Innen

„Mit einer Sinfonie aus Tanz, Musik und Licht feiert die SMTT in Sindelfingen ihr 50 jähriges Bestehen..“ „Treppe wird zur grandiosen dreidimensionalen Bühne..Mal quirlig und amüsant, mal eher barock-steif.."
Sindelfinger Zeitung, Bernd Heiden

„Mit einem sinnlichen Gesamtkunstwerk hat die SMTT ihr 50 jähriges Jubiläum gefeiert. Ein besonderer Schwerpunkt war dabei der Tanz, da die Tanzwerkstatt.... nun schon seit 25 jahren besteht.“
Kreiszeitung Böblingen, Abele

2008: „925 Jahre Martinskirche 1083-2008“
Bach/Graf: "H- Moll- Messe - getanzt“
„Raum geben IV – Die Leere Martinskirche“
Gesamtleitung: KMD Matthias Hanke
Choreografie: Monika Heber-Knobloch

„ mit einer eindrucksvollen Aufführung ist die Veranstaltungsreihe „Raum geben IV – Die Leere Martinskirche“ gestartet. Bach/Graf H-Moll-Messe – getanzt“ mit einer Choreografie von Monika Heber-Knobloch unter musikalischer Leitung von Matthias Hanke brachte eine fesselnde Interpretation von Bachs gewichtigstem, oratorischem Werk..“

„…choreografische Szenen als hochästhetische Gebilde wie bewegliche Skulpturen bewundern, andererseits fordert der Tanz allein durch gestische Hinweise zur inhaltlichen Aufschlüsselung auf…"
Sindelfinger Zeitung, Bernd Heiden

2007: „TangoColor“
Tango – ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann – so nannte der argentische Dichter und KomponistE.S. Discepolo den Tango.
Doch Tango steht für viel mehr: Leidenschaft und Aggression, Sinnlichkeit, Zärtlichkeit und Erotik, Macht und Unterordung.
Mit ausdrucksstarkem Tanz,leidenschaftlicher und melancholisch verzauberter Tangomusik, hinreißenden Kostümen und reduzierten, aber farbstarken Bühnenbildern nimmt die Tanzwerkstatt ihre Betrachter mit auf eine Entdeckungsreise abseits aller Tangoklischees.
Choreografie: Ensemble der Tanzwerkstatt und M. Heber-Knobloch
Bühnenbild, Kostüme: Carmen Stallbaumer, Künstlerin, Designerin

"...vor dem von Carmen Stallbaumer gemalten, aus sieben Seidenbahnen bestehenden Bühnenbild zeigten sich Heiterkeit und Melancholie, Leidenschaft und Depression, Poesie und Alltag, Macht und Opfer...“

"..rot bemalte Hintergrund in feuerrote Expressivität, blaue Melancholie, oder gedämpfte Brechungen verwandelt...“
Kreiszeitung Böblingen, Christa Hagmeyer

„... mit einer der besten Choreografien des Abends tanzt die Ensemblechefin selbst dieses nur vage bestimmbare Gefühl als vorletzte nummetr und gelangt ohne Rückgriff auf abgenutzte Gesten zu großer darstellerischer Klarheit...“
Sindelfinger Zeitung, Bernd Heiden

2005 „zeitlebens“ im Rahmen des Projekts „Raum geben III – die Leere Martinskirche“
Tanztheater mit Pianist Michael Kuhn

„die zwölf Stunden eines Tages, verknüpft mit der Lebenszeit. Zeit zerrinnt, wird gelebt, erlebt. Immer wieder aufs Neue. Erzählt wird in „zeitlebens“ von unterschiedlichen Lebensphasen, von Freundschaft und Ausgelassenheit, aber auch von Verwundbarkeit. Vom Loslassen. Musik, Tanz und Lyrik begleiten auf dem Weg durch die Zeit.“

"...So ist die Endlichkeit eines Menschenlebens sichtbar und gibt gleichzeitig den Blick frei auf die Unendlichkeit des Anfangs…“
Kreiszeitung Böblingen, Christa Hagmeyer

2004 Tanzwerkstatt zieht in die SMTT Sindelfingen um und heißt ab sofort „Tanzwerkstatt der SMTT“

2003 Stollenprojekt „Lebensadern“
Monika Heber-Knobloch und Gerard Krimmel in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur , Böblingen.
Multimediale Performance und Interventionen in den Stollenanlagen unter dem Schlossberg in Böblingen.
„die Künste im Dialog mit einem faszinierenden Ort“ – zum 750. Geburtstag der Stadt Bölingen.
Die verzweigten , unterirdischen Pfade und Gänge in den Stollenanlagen – vor 60 Jahren lebensnotwendig für die Böblinger Bürger – bekommen neues Leben eingehaucht.
Obwohl der Ort schützen soll, läßt er doch überdeutlich die Gefährdung der Existenz spüren.
In vielschichtiger Auseinandersetzung verflechten sich dabei Tanz, Raum, Zeit, Licht, Geräusch, Gefühl zu einem Werk, das sich an alle Sinne richtet.
Tanz
Musik
Poesie
Objekt und Raum
Dokumentation
Idee und Leitung: Monika Heber-Knobloch, Gerard Krimmel.
In Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur Böblingen, Dr. Günter Scholz.

„...die Tänzerinnen der Tanzwerkstatt, die in der Enge der Gänge mit ihren Körpern und durch Bewegungen die Bedrohung und Hoffnung der hier schutzsuchenden Menschen verdeutlichen....“
SZ/BZ, Sindelfinger Zeitung, Thomas Volkmann

„...die Schönheit der Kunst in beklemmender Enge..“
KRZ Böblingen, Hagmeyer

2002 „DoBeDo“, Abendprogramm

2001 “tanz(ab)grund“, Abendprogramm
Frei nach: „Tanz im Dunkeln“, Joan Barfoot
Raumgestaltung: Mona Jansen

1999 „Mosaik“, Abendprogramm

1997 „Tanztheaterabend“, Abendprogramm mit Choreografien von Lib Briscoe, Nina Homolka, Monika Heber-Knobloch und Ensemble

1995 „auf den zweiten Blick“, Abendprogramm mit Kompositionen von Percussionist Jogi Nestel

1993 „Innenleben-Außenwelt“, Abendprogramm

1992 „mittendrin“, Abendprogramm

1991 „Ansichten“, Abendprogramm
Tanztheater zu Intoleranz und Fremdenhass
1.Preis des Tonkünstlerverbandes

1990 Tanztheater „unter uns“

1988 Abendprogramm „afrikanische Tänze“ mit Rainer Dörrer

1986 erstes Abendprogramm

1985 Gründung an der VHS Böblingen/Sindelfingen